Webdesign endet nicht bei der Website - die neue Timeline für Facebook Pages ist da

Der Countdown läuft: 6 Dinge die Sie bei der Umstellung auf die Facebook Timeline für Pages beachten sollten

Seit einigen Tagen ist es für Inhaber von Facebook Pages bereits möglich, sich mit der neuen Timeline für Unternehmensseiten auf Facebook vertraut zu machen. Sieben Tage Schonfrist gewährt Facebook den Page-Admins, denn während dieser Zeit kann unter Ausschluss des kritischen Blicks der Öffentlichkeit etwas mit den neuen Funktionen herumgespielt werden. Ab 30. März wird es ernst – die Facebook Timeline ist dann für alle Pages verpflichtend. Um als Seitenbetreiber nicht plötzlich unvollendeter Dinge mit dem neuen Timeline-Design online zu sein, gilt es jetzt schon zu switchen bzw. sich auf die Umstellung vorzubereiten.

Alles neu, alles anders, alles besser?

Seit es die Timeline für Profile gibt, kursierten wildeste Spekulationen über die Timeline für Pages. Dass sie kommen wird ist nun allen klar, wie sie aussieht wissen wir auch – doch was ändert sich für Seitenbetreiber genau?

1. Nutzen Sie den neuen Gestaltungsfreiraum des Coverfotos für Pages

Facebook Coverfoto

Das Timeline-Design besticht insbesondere durch das neue Coverfoto. Pages haben nun die Möglichkeit, ihre Marke, ihr Image und jede Menge Emotion in ein großflächiges Titelbild zu verpacken, welches als Eye-catcher den Head der Facebook Page bildet.

Zu beachten ist, dass Facebook nach wie vor auf eine sehr starke Komprimierung der Fotos setzt. Dadurch wird die Bildqualität der Coverfotos beeinträchtigt. Als Seitenbetreiber sollte man daher bei der Integration von Text-Elementen auf eine ausreichende Schriftgröße und einen guten Kontrast achten. Das Coverfoto sollte im Idealfall 851 x 315 px groß sein. Vergessen Sie dabei nicht, dass es vom Profilbild überlappt wird und designen Sie “drum herum”. Facebook gibt zudem einige Richtlinien vor, die Sie nicht außer acht lassen sollten. Vermeiden Sie folgende Inhalte:

  • Preise oder Kaufinformationen, Rabatte oder ähnliches (z.B. 30 % Rabatt, Jetzt auf unserer Website downloaden, nur noch heute zum halben Preis, etc.)
  • Handlungsaufrufe wie zum Beispiel “Sag es deinen Freunden”, “Sicher dir dein xy”, “Gleich bestellen”, …
  • Kontaktinformationen wie Beispielsweise die Website, eine E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder ähnliches
  • Statements zu den Facebook-Funktionen wie z.B. das Erwähnen des Like- oder Share-Buttons, …

2. Passen Sie Ihr Profilbild an

Das Profilbild im Hochformat – welches zuvor gerne als Gestaltungselement genutzt wurde – hat mit dem neuen Timeline-Design ausgedient. In einheitlicher quadratischer Form ist das Profilbild nun am linken unteren Rand des Coverfotos platziert. Durch die Überlappung der Bilder ergibt sich Raum für kreative Gesamtgestaltung beider Bilder. Einige Beispiele für eine kreatives Design des Coverfotos für Facebook-Profile finden Sie in einem aktuellen Blogpost von Most Viral Media.

3. Die Willkommensseite ist passé – fokussieren Sie Ihre Beiträge

Mit dem neuen Timeline-Design wird es noch wichtiger, laufend relevante und interessante Inhalte zu bieten. Denn durch die Abschaffung der Landing-Tabs steht vom ersten Moment an das im Vordergrund, worum es bei Ihrer Facebook-Seite eigentlich geht: die Inhalte. Die Abschaffung der beliebten Landing-Tabs hat wohl für die größte Empörung rund um die Einführung der neuen Timeline gesorgt und zugleich neue Spekulationen zu einer Möglichen Erweiterung durch Facebook entfacht.

Als wirkungsvolles Instrument zur Erhöhung der Fangemeinde waren die Landing-Tabs bei Unternehmen sehr beliebt. Als Willkommensseite animierten sie den Nutzer zum Liken der Seite und führten ihn erst danach zu seinem eigentlichen Ziel – der Pinnwand der Facebook-Seite.

Mit dem neuen Timeline-Design ist jedoch das Festlegen eines Landing-Tabs nicht mehr möglich – womit die Tab-Apps als Willkommensseite wohl ausgedient haben. Daher gilt, mehr denn je: halten Sie Ihre Timeline aktuell und seien Sie offen für den Dialog.

3. Fan-Gate und Tab-Apps richtig nutzen

Ein Fan-Gate ist ein Facebook-Tab, über welches der User aufgefordert wird, die Seite zu liken um exklusiven Zugang zu speziellen Inhalten zu erhalten. Diskussionen rund um die fehlende Reload-Funktion, welche den User direkt nach dem Liken der Seite zu den gewünschten Inhalten weiterleitet, sind seit dem Update von facebook verstummt. Der Fan-Gate funktioniert seit einigen Tagen auch mit der neuen Facebook Timeline.

Tab-Apps bekommen durch das neue Timeline-Design auch wesentlich mehr Platz (810 px statt der zuvor verfügbaren 520 px Breite). Auf der Facebook-Timeline von RedBull gibt es bereits einige schöne Beispiele, wie die gesamte Breite der neuen Tabs genutzt werden kann:

In diesem Beispiel kommt der Fan-Gate zum Einsatz. Der User wird mit den Worten “Klick gefällt für unsere Welt” aufgefordert die Seite zu liken. Pfeile weisen den User auf den Like-Button hin.

Nach dem Liken der Seite lädt das Tab neu und der User hat nun Zugang zu den exklusiven Inhalten, die nur Facebook-Fans zur Verfügung stehen:

5. Wählen Sie ein passendes Miniaturbild für Ihre Tab-Apps

Die Tabs werden unterhalb des Coverfotos angezeigt und haben nun nicht nur einen Icon sondern auch ein Miniaturbild, welches mehr gestalterischen Freiraum ermöglicht. Die maximale Anzahl ist auf 12 Tabs (inkl. der Facebook Standard Tabs wie Fotos, Videos, …) begrenzt, wobei außer dem Standard-Tab “Fotos” alle weiteren beliebig sortiert, ein- und ausgeblendet werden können.

6. Gestalten Sie Ihre Timeline – Verbergen & Hervorheben

Neu bei der Timeline ist, dass Kommentare von anderen Nutzern nun rechts im oberen Bereich in einer separaten Box gesammelt angezeigt werden. Damit wird das unter dem Begriff “Shit-Storm” bekannte Phänomen, wobei unzählige User die Pinnwand eines Unternehmens mit Kommentaren überhäufen und somit deren Inhalt gänzlich definieren, weitgehend nicht mehr vorkommen. Damit dominiert auf der neuen Facebook-Timeline das, was Ihr Unternehmen auf der eigenen Seite publiziert.

Hervorheben und Verbergen - Facebook Timeline

Die einzelnen Beiträge auf der Timeline können groß hervorgehoben oder aber auch ausgeblendet werden. Nebenstehend sehen Sie ein Beispiel eines hervorgehobenen Posts, dieser erhält die volle Breite und ist nicht zu übersehen. Unwichtigere Themen können auch ausgeblendet werden. Dadurch erhalten Page-Admins die Möglichkeit, die Wichtigkeit der einzelnen Beiträge selbst zu bestimmen.

Fluch oder Segen?

Die neue Facebook Timeline bringt auf jeden Fall frischen Wind in das Erscheinungsbild der Facebook Pages und das Benutzererlebnis wird insgesamt konsistenter. Auf die Frage, ob das neue Design mit den geänderten Funktionen eine Bereicherung oder doch eine Einschränkung ist, gibt es wohl so viele Antworten wie Personen, die befragt werden und das Thema wird weiterhin für Gesprächsstoff sorgen. Aufgabe eines jeden Social Media Managers ist es nun wohl, das neue Potential voll auszuschöpfen und das User-Elebnis auf der eigenen Facebook-Seite so attraktiv wie möglich zu gestalten.

Wie stehen Sie zum neuen Timeline-Design und den damit verbundenen Änderungen? Fluch oder Segen?

 

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