Schutz vor Staatstrojaner

Schutz vor Lauschangriff

Derzeit entfachen unzählige Diskussionen bezüglich dem Staats-Trojaner, dessen Sicherheit und über die ethische Frage, ob eine Regierung überhaupt die Menschen überwachen darf. Nachdem sich Aussagen der Regierung bezüglich Einsatz dieses Trojaners immer wieder als unwahr entpuppt hatten, ist auf Aussagen zu “Einsatz in beschränktem Umfang” kein Verlass mehr.

Die Bundesregierung hat mit der Steuer-CD Affäre bereits bewiesen und das auch wörtlich zum Ausdruck gebracht, dass sie alle Mittel nutzen wird, um Steuersünder zu stellen. Aufgrund dieser Aussage ist der Einsatz des Trojaners für steuerrichtliche Zwecke nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich.

Was ist der Staats-Trojaner eigentlich?

Der Ausdruck “Trojaner” kommt vom “Trojanischen Pferd”, mit dessen Hilfe die alten Griechen Troja eingenommen hatten. Definition Trojanisches Pferd (WikiPedia).

Beim Staats-Trojaner handelt es sich um eine Software, die auf einem Computer installiert wird. Die geplante Verteilung ist noch unklar, es gibt jedoch zahlreiche Möglichkeiten, wie diese schadhafte Software auf Ihren PC kommen kann, unter anderem:

  • Verteilung als Computer-Wurm
  • Manuelle Installation durch einen Beamten bei einer Durchsuchung im Büro, zu Hause, oder aber auch bei Zollkontrollen (auf dem Laptop)
  • Über den Web-Browser beim Besuch von Internetseiten
  • Infizierte Software, die aus dem Internet heruntergeladen oder auch persönlich verteilt wird. So könnte zum Beispiel eine Info-CD der Regierung, einer Partei oder vom Finanzamt diesen Trojaner auf jedem Computer installieren, in den die CD eingelegt wird.

Der Staats-Trojaner ermöglicht das Auslesen und Fernsteuern des infizierten Computers. Dabei können nicht nur Emails gelesen werden. Die Exekutive kann sich über diese Hintertüre auf sämtliche Daten auf Ihrem Rechner bzw. in Ihrem Netzwerk Zugriff verschaffen. Selbst die Fernsteuerung und Zugriff auf Webcam und Mikrofon sind möglich. Somit kann sich die “Staatssicherheit” theoretisch in beinahe jedes Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Kinderzimmer Einblick verschaffen. So billig und einfach war es noch nie, Menschen auszuforschen.

Wie schütze ich mich?

Wir haben uns den Trojaner besorgt und konnten Virenscanner testen. Die Virenscanner und Anti-Malware Software konnte durch die Bank den Trojaner als schädliche Software erkennen und bereinigen. Auch die Gratis-Software “Microsoft Security Essentials” war in der Lage, diese äußerst schadhafte Software zu erkennen und das System zu schützen.

Wir empfehlen daher, den Virenscanner ständig auf aktuellem Stand zu halten, bzw. einen Virenscanner zu installieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass Softwarehersteller den Trojaner auch in Zukunft erkennen werden.

Gratis Software für Windows:

Microsoft Security Essentials

Quellen:

http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner

Titelbild: © pressmaster – Fotolia.com

 

 

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