Citrix XenServer

Tech-Talk: Gratis Virtualisierung mit XenServer

Hardware-Virtualisierung hat in den letzten Jahren unsere IT Landschaften bedeutend verändert. Die großen Hersteller wie VMWare, Microsoft und Citrix haben sich bei der Virtualisierungstechnologie immer wieder Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Derzeit scheint sich jedoch die Strategie von Citrix sehr bezahlt zu machen.

XenServer – die Open Source Alternative

Citrix hat das Open Source System XenServer aufgegriffen und weiterentwickelt. Dabei ist das Produkt nach wie vor in der Basisversion gratis erhältlich, einschließlich Source Code. Citrix bietet mit den Management Oberflächen sehr einfache Bedienung und im Vergleich zur Konkurrenz viel mehr Möglichkeiten zum Nulltarif.

Citrix XenServer bietet Enterprise-Level Virtualisierung zum Null-Tarif und zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten.

Funktionen wie Erstellung von Snapshots während des laufenden Betriebs, mehrfache Historisierung von Snapshots, Erstellung von Templates mit bereits vorkonfiguriertem Betriebssystem für die schnelle Installation von Servern, und Nutzung von externen Speichermedien wie iSCSI oder Hardwarebasierte Storage Adapter (HBA, für Zugriff auf SAN Systeme) sind nur ein kleiner Auszug aus dem Repertoire

 

Administration

Zur XenServer – Administration gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit ist über XenCenter, eine grafische Benutzeroberfläche zur Erstellung und Verwaltung von virtuellen Servern, das sich durchaus sehen lassen kann. Da die Kommunikation zum Server über https (Tcp Port 443) erfolgt, kann auch auf entfernte Server wie z.B. in einem DMZ Netzwerk zugegriffen werden, ohne zusätzliche Firewall Ports zu öffnen.

Mit XenServer wird automatisch ein virtuelles, Linux basiertes Administrations-Betriebssystem in installiert. Citrix setzt hierbei auf RedHat, das mit “XenServer release 5.6.100-46766p (xenenterprise)” gelabled ist. Auf Shell-Ebene bietet das Tool “xsconsole” eine ähnliche Funktionalität wie XenCenter. Der Zugriff erfolgt mit Secure Shell (SSH, Tcp 22), dem Standard für die Administration von Linux/Unix Servern.

Für spezielle administrative Anforderungen werden noch zusätztliche Tools angeboten, um Funktionen abzudecken, die über die beiden Administrationskonsolen nicht verfügbar sind. Ein Beispiel dafür ist die Erstellung von zusätzlichen lokalen Speichern, die bei der Installation noch nicht verfügbar waren. Eine Erweiterung der Storage Repositories durch lokal angeschlossene Speichermedien (wie zum Beispiel nach der Erweiterung eines lokalen RAID Systems mit weiteren Festplatten) kann zum Beispiel nur mit dem Tool “xe” durchgeführt werden. Mit diesem Tool können auch externe USB Festplatten als Sicherungs-Datenträger ins System eingebunden werden.

 

Citrix XenServer Editionen

Citrix bietet zusätzlich zur voll funktionsfähigen und Enterprise-Level Gratis-Version von XenServer auch kostenpflichtige Produkte mit erweiterter Funktionalität. Wie aus der Funktionsübersicht der Editionen ersichtlich ist, werden sämtliche Basis-Anforderungen der Virtualisierung bereits mit der frei verfügbaren Version abgedeckt. Enterprise-Anforderungen wie dynamische Verteilung der Ressourcen und Lastenausgleich zwischen Servern, sowie Hochverfügbarkeit über Clustering stehen nach einem Lizenz-Upgrade zur Verfügung.

Funktionsübersicht der Editionen

Quelle: http://www.citrix.com/English/ps2/products/subfeature.asp?contentID=2300456 – 28.8.2011

 

Bildnachweis: Titelbild – Quelle: Citrix, http://www.citrix.com/English/ps2/products/product.asp?contentID=683148&ntref=footer

 

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