Innovation - Das Miteinander von Bulle und Bär

Innovation – Das Miteinander von Bulle und Bär

„Wenn es ein Erfolgsgeheimnis für Innovation gibt, dann liegt es in der unnachgiebigen Überprüfung der Frage: Was ist das Beste?”

Innovation - Das Miteinander von Bulle und Bär

“Es liegt im Zusammenspiel von Gegensätzen,
von Angebot und Nachfrage, von Hell und Dunkel,
von Nachtigall und Lerche, von Bulle und Bär.“

Hans Blank, der ehemalige Leiter für Personalentwicklung der Thyssen Niederrhein AG, setzt klar hervor, wie man Innovation fördert und am besten umsetzt. Seiner Meinung nach muss man sich immer wieder fragen, was in diesem Moment, sowie in weiter Zukunft, das Beste für das Unternehmen sei. Das eigene Unternehmen muss man hegen und pflegen, was man selber aus seiner eigenen Arbeit macht, ist jedem selbst überlassen. Viele Unternehmen haben den Wechsel von der langjährigen konservativen Haltung, als „Bewacher“ der alten Ordnung geschafft und sich zu einer modernen, innovativen Firma entwickelt, die auf Transparenz und Kundennähe setzt.

Der Aufschwung der Schwerindustrie

Innovation findet in jedem Bereich statt. Technisch, ökonomisch, oder im sozialen Umfeld – überall sieht man fast täglich Neuerungen, die auf eine bessere Lebensqualität setzen. Speziell die Stahl-, Kohle- und Metallindustrie zeigt eine interessante Entwicklung der Nachfrage und des Angebots auf.

Die Schwerindustrie hat ihren ersten und einzigen „Boom“ während und kurz nach der industriellen Revolution erfahren. Begonnen im späten 18. Jhd. in England, machte sie sich in der Mitte des 19. Jhd. in Deutschland bemerkbar. Neue Ideen, sowie noch nie gesehene Maschinen und Möglichkeiten entstanden um die Industrie voran zu treiben.

Die ersten Fabriken standen vor einer sehr hohen Nachfrage. Der Markt war noch nicht einmal annähernd ausgeschöpft, geschweige denn die Rede von einem Marktgleichgewicht.
Speziell im Ruhrgebiet lief der Kohleabbau dank dem Einsatz der Dampfmaschine äußerst gut. Sie ermöglicht es, das auftretende Grundwasser abzupumpen, wobei bis dato der Kohleabbau immer wieder unterbrochen werden und gewartet werden musste, bis der Grundwasserspiegel es erlaubte, den Abbau fortzusetzen.

Die Schwerindustrie gehört zu einer der ältesten und wichtigsten Rohstofflieferanten auf der Welt. Gerade deshalb sollte diese Art von Industrie zeigen, wie wandelbar und anpassungsfähig sie ist.

Begonnen mit der Dampfmaschine, hat sich in Deutschland, vor allem im Ruhrgebiet, ein Industrieland entwickelt, welches auf Innovation setzt und es sich zum Ziel gemacht hat, eine kontrollierbare Produktion vorzuweisen. Grade wegen der Kohlekrise in der zweiten Hälfte des 20. Jhd., stehen heutzutage Qualität und Zuverlässigkeit bei den Firmen ganz weit oben. 1963, im Höhepunkt der Krise, verloren über 10.000 Bergleute ihre Beschäftigung und das Ruhrgebiet drohte zu versinken.

Die positive Folge dieser Notlage war, dass das Ruhrgebiet neu strukturiert wurde. Seit den 1980er Jahren werden nun verstärkt die Informations- und Kommunikationsindustrie sowie die Umwelttechnik gefördert.

Vertrauen schenken

Die Unternehmer haben in diesem Moment bemerkt, dass sie was zu ändern haben. Ihre Kunden wollen „sehen“ was mit ihrem Auftrag geschieht. Transparenz und Kundennähe ist für Unternehmen (selbst für Fabriken in der Schwerindustrie) in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Man möchte als Kunde die Sicherheit haben, jeden Schritt in der Produktion und im Versand verfolgen zu können. Zu wissen, auf welchem Stand man gerade ist und was noch getan werden muss, bis man das „fertige Produkt“ als sein Eigenes nennen kann, ist unabdingbar.

Die Schwerindustrie muss viel Verantwortung tragen und unter enormen Zeitdruck arbeiten. In den meisten Fällen stellen die Fabriken nur Zwischenprodukte her, auf welche andere Firmen bereits ungeduldig warten, damit sie diese weiterverarbeiten können.

Der Wechsel vom “Bewacher” zum innovativen Unternehmer

Da stellt sich doch die Frage, warum es viele Unternehmen in dieser Branche noch nicht geschafft haben, diesen Schritt zur Transparenz zu wagen und ihren Internet Auftritt dementsprechend anzupassen. Der Gedanke daran, speziell nach der Kohlekrise, ist in vielen Köpfen von Unternehmern. Doch an der Umsetzung hakt es bis heute noch.

Vielleicht präsentieren sie sich äußerlich immer noch gerne als den konservativen „Bewacher“ der alten Ordnung, und wollen damit ihren Kunden Sicherheit geben. Doch mit einem festen Handschlag und einer rauen Stimme, kann man in der heutigen Zeit kaum einen Treffer erzielen.

Innovativer Webauftritt oder trockener Handschlag

Der erste Schritt des Kunden bleibt nach wie vor im Internet. Der Webauftritt ist die erste Möglichkeit sich als Unternehmen zu präsentieren. Da hat man die Wahl. Entweder man setzt auf die Nachfrage der zukunftsorientierten Kunden und präsentiert eine gut strukturierte, leicht bedienbare und verständliche Homepage, die darauf setzt, Kunden aller Art ein transparentes Bild von der eigenen Produktion zu vermitteln, oder man möchte mit einem Handschlag überzeugen und auf dem Webauftritt steht ausschließlich der Satz:

„Wir bauen Kohle ab.“

Anscheinend haben sich Bulle und Bär dabei nicht gut verstanden…

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