Internet-Webdesign-Einzelhandel

Akuter Handlungsbedarf für den Einzelhandel – Offline vs. Online

Das Kaufverhalten unterliegt einem ständigen Wandel. Einerseits wird der persönliche Kontakt zu qualifizierten Verkäufern und die damit verbundene Beratung geschätzt, andererseits verbringen immer mehr Menschen ihre Zeit im Internet. Gerade durch die mobile Kommunikation ist Internet nicht mehr etwas das man abends im Keller anmacht, sondern immer mit dabei und auf Tastendruck verfügbar.

Internet-Webdesign-EinzelhandelPlattformen wie geizkragen.de, billiger.de, guenstiger.de u.v.m. freuen sich großer Besucherzahlen, denn gerade bei Markenprodukten handelt es sich immer um dieselbe Ware – ob online oder offline gekauft. Zudem kommt beim Online-Handel, dass die Waren originalverpackt sind, was beim Kauf im Geschäft oft nicht der Fall ist. Bereits anprobierte Kleidung und Schuhe, geöffnete Kartons, zerpflücktes Gemüse und Obst,…

Trends

Beim Handel mit Büchern, Elekronik und Kleidung hat sich das Online-Angebot bereits durchgesetzt. Aber auch bei Lebensmitteln sind schon die ersten Plattformen online.

In Südkorea etabliert sich bereits der nächste Trend, der zukünftig auch auf Europa zurollen könnte:

Bei Online ist Offline nicht sichtbar

Das Hauptproblem ist, dass die Einzelhandelsunternehmen im Internet nicht sichtbar sind. Sie mögen zwar ihre Qualitäten und Vorteile bringen, aber zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung von Internetnutzern haben die Läden meist schon längst Feierabend. Gerade in der heutigen Zeit ist es enorm wichtig, auch online Präsenz zu zeigen und den Konsumenten die Vorteile aufzuzeigen, die ein Kauf im Geschäft vor Ort bringt.

Nur wenn ein Ladengeschäft über Suchmaschinen gefunden wird und online verfügbar und erlebbar ist, kann es auf Dauer überstehen. Ansonsten sehen wir bald Plakatwände in unseren Innenstädten für den Einkauf mit unseren Smartphones.

7 Kommentare zu Akuter Handlungsbedarf für den Einzelhandel – Offline vs. Online

  1. Pingback: Kauf von Computern im Web verspricht große Ersparnis | TechBanger.de

    • Danke für den Artikel. Ein wesentliches Problem ist, dass Geschäfte meist nicht oder nicht ausreichend (online) präsent sind. Die Online-Suche nach einem Produkt oder einer Problemlösung ist sehr viel leichter, als von Geschäft zu Geschäft zu wandern und sich nach dem gesuchten Gegenstand umzusehen. Auch die Öffnungszeiten spielen mit, denn wann hat man mehr Zeit für Shopping als an einem verregneten Sonntag? Wenn allerdings nur Online-Versandhäuser über die Suchmaschinen gefunden werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch online bestellt wird.
      Zum Komfort würde ich sagen, dass es oft auch umständlich ist, das gelieferte Paket entgegenzunehmen. Entweder man lässt es in die Firma schicken, oder sieht zu, dass man zum Liefertermin zu Hause ist. Warten auf die Lieferung muss man auf jeden Fall bei einer Online-Bestellung, auch anfassen kann man das Produkt erst wenn es bereits geliefert wurde. Wenn ich weiß, dass ich einen Gegenstand vor Ort bekommen kann und mich nur ein paar Minuten davon trennen, werde ich diesen hier vor Ort besorgen. Da jedoch durch fehlende Internet-Präsenz die Geschäfte vor Ort zunehmends unsichtbar werden, liegt der Weg zum Internet-Shopping sehr nahe.

      /Max

  2. Conny says:

    Da bin ich ganz bei dir Max,
    Jeder weiß, dass die Mehrheit aller Käufer online recherchieren und ob es auch in der Nähe Angebote dazu gibt. Also was ist es, dass Händler es nicht erkennen?
    Ist es die Scheu vor Veränderungen?
    Die mangelnde Erfahrung mit dem Netz?

    Der Kunde ist ja schon zahlreich da. Ich verstehe nicht, warum die Inhaber der Geschäfte das nicht wahr haben wollen. Da sind Pro Woche 200 Kunden, die bei Google nach Staubsauger Berlin suchen. Da muss ich mich doch als Unternehmer fragen, wie ich diese Kunden erreichen kann. Es gibt doch super Plattformen, welche speziell auf die lokale Suche von Waren oder Dienstleistungen ausgelegt sind und es einem auch einfach machen. Frei nach dem Motto: im Internet finden aber vor Ort kaufen..

    Aber wie hat es Steve Jobs schon gesagt: Die Welt gehört denen, die neu denken.

    In diesem Sinne

    • Andreas says:

      Da hat wohl jemand keine Ahnung wieviel Zeit und Geld es in Anspruch nimmt eine gescheite Online Praesenz mit Stöberqualitaeten aufzusetzen.

      Ich glaube eher der Service den man Offline bekommt wird total unterschaetzt.
      Klar ist es schoen an einem verregneten Tag Online zu stöbern und auch zu kaufen, nur sollte das nicht zur Gewohnheit werden….ansonsten sehen die Innenstaedte bald anders aus.

      Grüße

      • Hallo Andreas
        vielen Dank für den Beitrag. Es stimmt, dass der Aufbau einer Website viel Zeit kostet. Bei der Realisierung durch einen professionellen Partner erhalten Sie eine vollständige Website mit genau diesen Qualitäten zu fairen Preisen. Durch den Einsatz eines guten Content Management System (CMS) können Sie den Pflegeaufwand minimieren und selbständig schnell und einfach Berichte oder Produktinformationen publizieren.
        Der Vorteil einer Website ist, dass Sie Ihre Kunden schnell und einfach erreichen und jederzeit über Aktionen und Neuigkeiten informieren können – und das ohne weitere Kosten. Gleichzeitig locken Sie mit interessanten Berichten oder Fachbeiträgen neue Kunden an, und werden über Suchmaschinen gefunden.
        Die Kosten sind im Vergleich zu einer Zeitungsanzeige gering, denn die Website bleibt mehrere Jahre bestehen, während die Zeitungsanzeige meist nach wenigen Stunden im Altpapier verschwindet.

        Der “Offline” Service ist natürlich wichtig und ein/e nette/r Verkäufer/in gehört natürlich zu einem guten und sympatischen Fachgeschäft. Leider haben nicht alle Städte und Gemeinden eine Innenstadt, die zum Bummeln einlädt, und nicht viele Geschäfte genießen den Luxus eines guten Standorts, was die Sichtbarkeit maßgeblich beeinträchtigt. Zudem ist die Produktvielfalt dermaßen gewachsen, dass die Auswahl die in einer Auslage präsentiert werden kann nur einem geringen Prozentsatz des tatsächlichen Angebots entspricht. Tja, die Zeiten ändern sich eben.

        Um mit den Werbebudgets der großen Unternehmen wenigstens einigermaßen mithalten zu können, sollte das Marketing-Budget möglichst sinnvoll eingesetzt werden. Das Internet bietet hier die Möglichkeit, nachhaltig und günstig zu investieren. Ein Internetauftritt der qualitativ dem der Großunternehmen in fast nichts nachsteht ist für die meisten Unternehmen im machbaren Preissegment. Im Vergleich dazu verschwindet Ihre Werbung in anderen Medien neben den Angeboten der Großunternehmen.

        Hier einige Daten zum Marketing-Budget der Großunternehmen (Werbeausgaben 1.Halbjahr 2013):
        Media-Saturn-Holding: 154,6 Mio.
        Lidl: 111,2 Mio.
        Edeka-Zentrale: 72,2 Mio.
        Rewe: 68,4 Mio.
        Aldi: 52,1 Mio.
        Penny: 48 Mio.
        Netto: 40 Mio.
        Real: 22,1 Mio.
        Norma: 20,8 Mio.
        Bonprix: 11,8 Mio.
        Galeria Kaufhof: 10,5 Mio.
        Dt. Expert-Zentrale: 10 Mio.
        Kaiser’s Tengelmann: 8,1 Mio.
        Euronics: 6,2 Mio.
        Karstadt: 5,7 Mio.
        EP Electronic Partner: 5,4 Mio.

        (Quelle: statista.com/LZ)

  3. Conny says:

    Sicherlich ist der Aufbau einer ansprechenden Webpräsenz aufwändig und auch mit Kosten verbunden. Jedenfalls muss mein keine bestimmte Ahnung haben um das zu wissen.

    Ein Onlineshop bedeutet für ein Unternehmen auch andere Veränderungen. Es ist eine ganz andere Handelsform. Das Unternehmen muss anders denken. Andere Werbemaßnahmen, anderes Recht, Versand, Rücknahme, Abmahnungswellen etc..

    Es gibt mittlerweile Plattformen, bei denen ich produktbezogen werben kann ohne Onlinehändler sein zu müssen. Wo ich Kunden aus der Region erreiche, die nach regionalen Angeboten suchen. Ich muss es eben nur tun und nicht darauf warten, das sich von allein etwas ändert.

    Der stationäre Handel ist wichtig für Kunden und er besitzt auch unschlagbare Argumente, die Kunden schätzen. Service, ich kann die Ware anfassen und ausprobieren, ich bekomme das Produkt sofort, ich bekomme Produkte die es im Internet nicht gibt, ich kann es einfach zurückgeben, Beratung vom Fachmann usw.

    Aber was nützt das alles, wenn die Mehrheit aller Konsumenten nun mal ihr Handy fragen, “Adidas Turnschuhe Potsdam” und sie bekommen online Angebote angezeigt oder 100e von Firmenwebseiten in denen es zwar heißt, das Schuhe verkauft werden aber ich nicht sehen kann, ob genau das angeboten wird was ich suche?

    Ich spreche nur aus eigener Erfahrung oder wie das Menschen aus meinem Bekanntenkreis sehen. Keiner hat zeit, 20 Geschäfte zu besuchen um zu erfahren, wer was anbietet!? Da ist der Onlineshop viel bequemer.

    Ich würde ja im Geschäft kaufen.
    Aber sag mir bitte schnell, wer das richtige Produkt verfügbar hat.

  4. Mark says:

    Es ist schon eine komische Welt. Ich bin vor kurzem auf dieses Thema aufmerksam geworden, als ich meinen Sohn im Kinderwagen durch die Fussgängerzone meiner Kindheit schob. Früher war dort buntes Treiben angesagt. Ich war immer dicht an den Schaufenstern und dadurch auf dem laufenden, was die meisten Produkte anging.

    Heute empfinde ich das mittlerweile fremdgenutzte Karstadt-Gebäude mit seinen Werbeplakaten für Sonderposten und Räumungsverkauf als Schandfleck. Der versuch eine neue Batterie für die Armbanduhr zu bekommen, scheitert und der Bäcker hat nach 15 Uhr kein Brot mehr. Das einzige weswegen ein Besuch noch lohnt sind zwei Schuhläden und die Markthalle, die im Sommer kühl und im Winter schön warm ist. Man kann günstig Mittagessen und es gibt dort immer noch den besten Fisch in meiner Region.

    Ich denke für manche Branchen ist die Zeit zu Ende. Ich würde die nächste Uhr im Netz kaufen. Fotoapparat, Smartphone und Kaffeemaschine sowieso. Ich bin sogar drauf und dran die ersten Lebensmitteleinkäufe auszuprobieren. Bisher scheitert das aber an den unübersichtlichen Onlineshops der jeweiligen Anbieter. Die machen momentan noch den Fehler bestehende Shopsysteme als ausreichend zu betrachten. Wenn ich im Offlinesupermarkt einkaufe habe ich innerhalb von 10 Min. 50 Artikel im Einkaufswagen. Online brauche ich dafür fast eine Stunde. Aber auch das wird sich ändern und dann wird es dankbar angenommen werden.

    Was ich nicht im Netz kaufen würde, wären z.B. Möbel. Und mögen die Produktfotos noch so schön gemacht sein. Ich will sowas vorher sehen, besser sogar noch anfassen. Bei Planzen oder Kleidung (Schuhe sowieso) ist es nicht anders. Ein Auto muß ich auch vorher Probe fahren usw.

    Aber bevor ich mir die Zeit nehme, Sprit verfahre und Parkplätze suche muss ich wissen was mich erwartet. Besser sogar noch was momentan am Lager ist. Ikea macht’s vor. Ich kann zuhause nachschauen ob es überhaupt lohnt sich auf den Weg zu machen.

    Das bedeutet das die Einzelhändler sich auf neue Technik einlassen müssten. Ein Verbund aus Warenwirtschaftssystem, Kassensystem und Onlineschaufenster bzw. Shop. Das wird die Zukunft sein…

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